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Viren im HomeOffice richtig loswerden

Aktualisiert: Apr 30

Für den Schutz vor dem allgegenwärtigen Corona-Virus haben bereits verschiedenste Maßnahmen Einzug in den Alltag erlangt. Wir Grüßen uns mit Nicken oder wie die Koreaner mit den Füßen, tragen Schutzmasken, halten 1,5m Abstand und treffen keine anderen Menschen mehr, um das Übertragungsrisiko zu verringern. Doch was, wenn der Virus doch mal beim Supermarktbesuch an die Hand kommt, oder im öffentlichen Bus an den Ärmel? Ich habe das Gefühl, dass das Überschreiten der Türschwelle oft mit dem Ende des Covid-19-Risikos gleichgesetzt wird. Doch wissen Sie, wo überall bei Ihnen daheim der Virus lauern kann und wie Sie diesen richtig loswerden?


1. Hände

Die eigenen Hände sind der häufigste Überträger von Viren. Ob durch das anfassen von Obst im Supermarkt, Etagenknöpfen im Aufzug, des Druckers im Büro oder Türgriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier hilft nur regelmäßiges Waschen, idealerweise sobald Sie nach Hause kommen und bevor Sie essen zubereiten.


Beim Waschen sind drei Aspekte wichtig: Dauer, Lotion und Technik. Bei der Dauer kommen verschiedene Studien immer wieder zum Ergebnis, dass 15 Sekunden das Minimum ist, aber erst nach 30 Sekunden nahezu alle Viren beseitigt sind (siehe z.B. BusinessInsider). Ob anschließend mit kaltem oder warmen Wasser abgewaschen wird, ist übrigens egal (siehe z.B. PraxisVITA). Als Waschlotion Desinfektionsmittel zu verwenden klingt erstmal sinnvoll, tatsächlich ist klassische Seife jedoch besser geeignet, denn im Gegensatz zu Desinfektionsmittel hilft sie gegen alle Viren, zusätzlich noch gegen Bakterien und einige Parasiten (siehe z.B. Deutschlandfunk Nova). Desinfektionsmittel ist natürlich eine gute Ergänzung, kann die Seife jedoch nicht ersetzen. Zur Technik, welche für Seife und Desinfektionsmittel dieselbe ist, habe ich als Sanitäter bei der Johanniter Unfall-Hilfe viel gelernt, da wir dort oft mit sehr resistenten Infektionskrankheiten zu tun hatten. Sie besteht aus mehreren Schritten, um wirklich alle Viren zu töten: 1. Fingeransätze, 2. Äußere Seiten der Hände, 3. Fingerkuppen und Nagelbetten, 4. Daumen. Mein Kollege Andreas Zahradnik und sein Rettungshund Leila fassen die Technik in diesem kurzen Video zusammen:


2. Handydisplay, Fernbedienung, Tastatur und Maus

Selbst wenn wir unsere Hände waschen, um möglichst wenig neue Viren von außerhalb der Wohnung reinzubringen, ist der größte Virenherd oft direkt nach dem säubern wieder in unseren Händen: das Smartphone. Auf dem Display des Geräts sind ca. zehnmal so viele Erreger wie auf einem öffentlichen Toilettensitz (siehe z.B. Welt). Ähnliches gilt für Fernbedienungen, Computertastaturen und -Mäuse, auf denen das Virus ebenfalls bis zu 72 Stunden überleben kann (siehe z.B. SWR). Deswegen sollte man diese alle ca. einmal wöchentlich reinigen.


Schalten Sie hierzu das Gerät sicherheitshalber aus bzw. lösen Sie die Verbindung zwischen Laptop und Gerät und entfernen Sie wo möglich die Batterie. Dies gilt auch wenn Ihre Geräte wasserdicht sind (Schutzklassen IP65/68), denn Alkohol und andere Bestandteile von Reinigungsmitteln können kleinere Partikel haben als Wasser und können so oftmals doch durch die oberflächliche Schutzhülle dringen. Einfach ein paar Stöße eines Desinfektionssprays auf ein Mikrofasertuch geben und damit Display, Maus und Tastatur reinigen, danach das Tuch bei mindestens 60° waschen (siehe z.B. n-tv). Da die kleinen Viren gerade Ritzen und Spalten besonders mögen, sollten Beschädigungen im Display und die Zwischenräume zwischen Tasten zusätzlich mit einem eingesprühten Zahnstocher desinfiziert werden.


3. Handtücher, Bettwäsche und Putzlappen

Auch Heimtextilien kommen schnell mit dem Virus in Kontakt und nisten sich dort ein, auch wenn er bei den Bewohnern noch nicht ausgebrochen ist. Hier empfiehlt sich ebenfalls eine Wäsche auf mindestens 60°, einmal monatlich wo möglich bei 90°/95°, um Keime abzutöten, bevor sie sich ausbreiten können. Als Waschmittel reichen handelsübliche, bleichmittelhaltige Vollwaschmittel, spezielle Desinfektionswaschmittel kosten mehr und liefern keinen erwiesenen Mehrwert (siehe z.B. BZgA). Auch Unterwäsche und abziehbare Sofakissen können so virenfrei gewaschen werden.


4. Frühjahrsputz

Viren verteilen sich sehr schnell. Ob über Schmierinfektion, Körperkontakt oder Tröpfchen, die mit über hundert km/h weiter als 12m auch im Kreis fliegen können (siehe z.B. Massachusetts Institute of Technology). Hier hilft nur ein regelmäßiger Putztag. Einmal die Woche sollten vor allem die besonders keimhaltigen Stellen mit normalem Waschmittel oder etwas Essig geputzt werden: Wasserhähne, der Toilettenspültaster, Türklinken, Lichtschalter und die Innenflächen des Kühlschranks (siehe z.B. Merkur.de).


5. Küssen Sie sich gesund

Bitte wie? Ja genau, Küssen unterstützt die Körperabwehr. Im Mundraum gibt es wenn überhaupt nur sehr wenige Viren (siehe z.B. London School of Hygiene), die bei Speicheltausch das Immunsystem des jeweils anderen aufbauen (siehe z.B. IKK). Dazu erhöht Küssen den Endorphinspiegel (Glücksempfinden) und senkt den Cortisolspiegel (Stressempfinden), was wiederum das Immunsystem stärkt (siehe z.B. Gesundheit.de).


In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Ihr Colin Nitzpon

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