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  • Colin

Schulungen und Konferenzen online halten mit Adobe Connect

Ein sehr praktisches Tool zum Erstellen und Durchführen von Online-Schulungen ist Adobe Connect. Nach dem Anlegen eines kostenpflichtigen Accounts (es gibt jedoch eine kostenlose Trial-Version) ist das Gestalten eines virtuellen Raums ein Kinderspiel. Es können relativ einfach verschiedene Designs vorbereitet werden (siehe rechte Spalte auf dem Bild), zwischen denen während dem Event in Echtzeit hin- und hergeschaltet werden kann. Die Elemente, die in den Designs angebracht werden können, bieten die meines Wissens nach breiteste Auswahl aller eSchulungs-Tools: Chats, Umfragen, PowerPoint-Folien (auf denen auch gemeinsam markiert und geschrieben werden kann), Webcamansichten von Referenten und/oder Teilnehmern, moderierte Teilnehmerfragen und Listen, um nur ein paar zu nennen. Und das ganze auf Wunsch auch in verschiedenen Breakout-Räumen, in denen kleinere Teilnehmergruppen wieder speziell gestaltete Räume für Gruppenarbeiten bearbeiten können, bevor alle Teilnehmer wieder zusammenkommen.

Für den oder auch die Organisatoren gibt es einen nur für sie sichtbaren Referentenbereich (rechter Bereich auf dem Bild), in dem sie je nach gewähltem Layout beispielsweise Übersicht über die Teilnehmeraktivität haben, sich untereinander austauschen oder das Layout für die Teilnehmer wechseln können. Die Aktivitätsanzeige der Teilnehmer ist dabei ein ausgeklügelter Wert abhängig von beispielsweise Benutzung der interaktiven Elemente, Mausbewegung und paralleler Verwendung anderer Anwendungen während der Schulung. So kann rechtzeitig eine Pause eingelegt werden, wenn das Aktivitätsniveau sinkt.


Weitere herausstechende Vorteile von Adobe Connect sind z.B. der Fokus auf die Begrenzung der übertragenen Datenmengen. Gerade in HomeOffice-Zeiten ist es sehr vorteilhaft, dass nur die Veränderungen in Videos übertragen werden: Bei wenig Bewegung der Teilnehmer ist die benötigte Bandbreite deutlich geringer als bei anderen Anwendungen, wenn das noch nicht reicht, können die Bilder eingefroren werden, was bei meiner Messung nur noch auf Datenraten von <10% verglichen mit dem Wert mit bewegenden Webcamstreams kam. Dazu bleibt der Raum bestehen, auch wenn gerade die Moderatoren und/oder Teilnehmer nicht im Raum sind. Dies ermöglicht asynchrones Arbeiten, also dass beispielsweise die Teilnehmer vor- oder nachbereitende Aufgaben dann durchführen, wenn sie Zeit dafür haben. Umfragen, gestellte Fragen oder anderer Input kann einfach ausgewertet und den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden.


Ein zu nennender Nachteil ist das doch recht simple Design: Die einzelnen Elemente können zwar farblich angepasst werden, die doch recht "old school" wirkenden, eckigen Fenster ohne Transparenz bleiben jedoch. Vielleicht bessert Adobe hier noch nach, in einer ersten Anfrage konnte dies jedoch nicht bestätigt werden. Außerdem stört es etwas, dass grafische Inputs der Teilnehmer (z.B. Markierungen auf Folien) nur über Screenshots exportierbar sind.


Trotz kleiner Macken, intransparentem Preismodell und recht hohen Kosten (ab 46€ pro Monat für einen Raum mit bis zu 25 Teilnehmern): Gerade aufgrund der hohen Flexibilität der Layouts und der praktischen Umsetzung hat mich die Anwendung überzeugt. Für alle, die ohne große Vorkenntnisse multimediale Schulungen oder Konferenzen durchführen wollen, ist die kostenlose Testversion bestimmt einen Versuch wert.


In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Ausprobieren und bleiben Sie gesund!

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