Digitale Weiterentwicklung

Während Corona-Zeiten geht es bei vielen Unternehmen um das Überstehen der Krise. An Investments wie Fortbildungen, die nicht rein dem Überleben dienen, ist erstmal nicht zu denken. Aber wie lange geht das gut? Der Charité-Chefvirologe Christian Drosten warnt vor einer weiteren Corona-Welle im Herbst. Und selbst nach Corona werden die Rufe der Befürworter der digitalen Arbeit nicht leiser, ob sie aus der Ecke der Klimaschützer, Generation Y, Globalisierungsbefürwortern oder Teilzeiteltern kommen. Und der Gedanke ist reizvoll: Trainings ohne Reisekosten und -zeiten, ohne regionale Einschränkungen und ohne teure, begrenzte Seminarräume mit mangelhafter Technik und Akustik? Doch wie können eLearnings als Überbegriff digitaler Weiterbildungsmethoden klassische Seminarräume ersetzen?

Ich möchte Ihnen ein paar eLearning-Methoden vorstellen, jeweils mit meinen Erfahrungen zu Vor- und Nachteilen, Anwendungsgebieten, Aufwand in der Erstellung und möglichen Anbietern bzw. Tools. Am Ende des Artikels gebe ich noch ein paar Tipps dazu, wie die verschiedenen eLearning-Methoden erfahrungsgemäß wirklich etwas bewirken.

Webbased Training

Webbased Trainings gehören zu den Klassikern der eLearnings bzw. digitalen Lernmethoden. Ob zu Compliance oder Datenschutz, nahezu jede(r) hat bereits ein solches mehr oder weniger interaktives Lernvideo durchgeklickt, in dem sich Input in Form von Text und Videos mit Multiple-Choice-Fragen abwechselt.

Bespiel eines Webbased Trainings

Hier liegt auch bereits der größte Vorteil der Webbased Trainings: Sie sind bekannt und erzeugen somit gerade bei "Digital Immigrants" wenig Widerstände. Dazu lassen sie sich leicht skalieren und Inhalte relativ leicht aktualisieren. Ein Nachteil ist die mangelnde Interaktionsmöglichkeit zusammen mit der geringen Spezifikation auf konkrete Situation und Anwendung des Nutzers. Deswegen werden die oft generischen Module meist als bedingt hilfreich und schnell langweilig aufgefasst. Dazu sind Erstellung und größere Änderungen recht aufwendig und benötigen eine hohe Expertise um professionell zu wirken.

Meiner Meinung nach ist die Anwendung deswegen auf den reinen Wissenstransfer beschränkt, der für viele im Unternehmen nötig und relevant sind. Für neue Gesetze, Verordnungen oder Richtlinien sind Webbased Trainings beispielsweise gut geeignet. Die Module sollten kurz bleiben (max. 20 Minuten), da sonst eher durchgeklickt als wirklich aufgepasst wird. Ein obligatorischer Test für alle zu Ende des Moduls kann gerade als formale Bestätigung des Durcharbeitens Sinn ergeben, sollte aber auf jeden Fall (wo vorhanden) frühzeitig mit dem Betriebsrat abgeklärt werden.

Wenn Sie ein Webbased Training einsetzen möchten, sollten Sie sich erst überlegen, ob Sie die Kompetenz intern erwerben oder aufbauen oder extern vergeben wollen. Wenn Sie bereits einen Experten an Board haben, ist das perfekt. Ob sich eine Einstellung lohnt, sollte genau durchgerechnet werden. Zudem sind diese Experten am Markt aktuell schwer zu bekommen. Meiner Erfahrung nach sollten Sie für eine halbe Stelle mindestens 10, für eine ganze Stelle mindestens 25 Module pro Jahr planen. Viel mehr wird auch ein Experte anfangs nicht schaffen, da es mehr Arbeit ist, als man denkt und erfahrungsgemäß viele Abstimmungen z.B. mit der Fachabteilung, der IT, dem Betriebsrat, der Unternehmenskommunikation, Legal, etc. nötig sind, bis das Modul von allen akzeptiert ist. Das entspricht Lohn- und Lohnneben- sowie Softwarelizenzkosten von ca. 5.000€ - 6.000€ pro Webbased Learning, die Einarbeitungszeit nicht berücksichtigt. Das entspricht auch etwa den Kosten eines einfachen Moduls bei externen Agenturen, was in der Regel schneller geht, dafür jedoch gerade bei Änderungen teurer wird als die interne Abbildung. Schlussendlich ist es vor allem eine Frage der Menge an Modulen, die man plant und der Stärke auf dem Arbeitnehmermarkt.

Was die Software zum Erstellen der Module angeht, würde ich bei einer interner Abbildung auf Ihren Experten vertrauen, da hier jeder seine Lieblingsanwendungen hat. Ich verwende gerne CBTL, da es mit Satellite, Evolution und Fast-Train drei unterschiedliche Anwendungen je nach Komplexität bzw. Programmierkompetenz anbietet. Es ist somit für Anfänger wie auch Profis geeignet richtig gute klassische Webbased Learnings zu erstellen. Articulate 360 passt besonders, wenn der Fokus auf Interaktionen mit dem Nutzer liegt, dazu bietet es ein großes Angebot an Vorlagen und Support. Wer es schnell und einfach mag, findet sich mit Adobe Captivate recht zügig und intuitiv zurecht. Bei Dienstleistern ist die Liste sehr lang, da diese oft sehr spezialisiert sind. Wenn Sie konkrete Vorstellungen haben, wie das Webbased Training aussehen soll, also z.B. eher ein verspieltes Scribble, ein nüchterner Input oder eine interaktive Umfrage, gebe ich Ihnen gerne Ideen für Ihre Anbieterwahl.

Knowledge Nugget Video

Ein Knowledge Nugget Video ist ein kurzes Lehrvideo, bei dem etwas für den Nutzer besonders Wertvolles ("Gold Nugget") vorgestellt wird. Also wie eine Erklärung, die man einem Kollegen geben würde, inkl. Einbindung von PowerPoint-Slides, Flipcharts, Animationen, Bilder, etc.

Vorteil dieser Videos ist, dass sie persönlicher als Webbased Trainings rüberkommen und entsprechend stärker akzeptiert werden, aber genau so leicht skalierbar sind. Da bei einem Video, auf dem das Gegenüber direkt sicht- und erlebbar ist, vom Gehirn automatisch mehr Informationen verarbeitet und gespeichert werden, bleibt das Erlernte hier auch noch besser in Erinnerung. Weil sie kurz sind, können die Videos zudem nebenher konsumiert werden und kosten somit nicht viel Arbeitszeit. Als Nachteil ist hier vor allem der hohe Aufwand der Aktualisierung zu nennen: Bei einer inhaltlichen Änderung müssen Szenen nachgedreht, das Video neu geschnitten und ggf. vertont werden, was einem Großteil des Aufwands zur Ersterstellung entspricht. Dazu ist solch ein Video wie auch Webbased Trainings wenig interaktiv oder spezifisch auf die Zielgruppe zugeschnitten. Es hat auch schnell mal ein paar hundert Megabyte, was im Home-Office gerade in ländlichen Gegenden schnell zu langen Ladezeiten führen oder die Server kleinerer Firmen überfordern kann.

Entsprechend sind solche Videos eher für den Transfer von Ideen, Fähigkeiten oder Methoden geeignet, bei denen keine Änderungen zu erwarten und die für viele relevant sind. Beispielsweise für die Vorstellung einer neuen Geschäftsstrategie, von Excel-Tipps für alle oder des neuen E-Mail-Knigges, passen Knowledge Nugget Videos sehr gut. Dabei sollten sie sehr kurz sein (max. 10, besser 5 Minuten) um wirklich nebenbei mit voller Aufmerksamkeit angesehen werden zu können. Wenn Sie also viel Wissen vermitteln wollen, überlegen Sie, wie man einen Elefanten verspeist: in Scheiben. Entsprechend gilt der Grundsatz: Ein Video entspricht einem Kern-Learning.

Wie sieht das nun konkret aus? Grundsätzlich sind hier der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Meiner Erfahrung nach gibt es ein paar Settings, die sich bei diesen Videos durchsetzen:

  • Erklärung am Flipchart: Gerade bei der Vorstellung von Ideen, Zusammenhängen oder Modellen empfiehlt sich die klassische Beraterperspektive von vorne: Eine Person erklärt dabei z.B. in einer logischen Struktur ein Thema und skizziert Wichtiges auf dem daneben stehenden Flipchart. Hier wird nur eine moderne (Handy-)Kamera mit Stativ für das Bild benötigt, sowie ein Ansteckmikrophon, über das ein eingestecktes zweites Handy den Ton aufnimmt. Achtung: Persönliche Rechte am Bild beachten und ggf. mit dem Betriebsrat abklären!

  • Magische Hände: Bei der Erklärung von sich aufbauenden Ideen oder Konzepten ist eine Aufnahme nur eines A4-Blatts oder Flipcharts von oben sinnvoll, bei dem man nur die malenden Hände von der Seite sieht, die das Ergebnis nach und nach aufbauen. Eine Erklärung wird später dazugesprochen. Hier wird zusätzlich zur gerade genannten Hardware ein besonderes Stativ benötigt, welches die Kamera horizontal einspannt. Dieses kann man aber mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst bauen.

  • Screen-Recording: Für Erklärungen am PC, beispielsweise Tipps in Excel, die Vorstellung einer neuen Software oder der Struktur des neuen Intranets, bietet es sich an, parallel zur Vorstellung den Bildschirm aufzunehmen. Meine kostenlosen Lieblingsanwendungen hierfür sind ShareX (besonders simpel) oder CamStudio (wenn der ansgegebene Ton mit aufgezeichnet werden soll). Die Erklärungen werden wie bei den Magischen Händen später dazugesprochen. Wem das zu aufwendig ist, der kann mit Adobe Captivate parallel Bildschirm aufnehmen und über Webcam einsprechen. Tipp: Es kann auch eine PowerPoint-Präsentation laufen, was eine günstige Variante zur Erstellung von einfachen Webbased Trainings sein kann.

Knowledge Nugget Videos zu produzieren ist eine super Praktikantenarbeit. Meiner Erfahrung nach haben sie gerade in Zweierteams oft viel Spaß dabei sich in die Anwendungen reinzufuxen und Videos abzudrehen. Die Erstellung des ersten Videos kann dann bei 50% Kapa zweier PraktikantInnen ca. 2-4 Wochen dauern, wobei die Lernkurve hier sehr steil ist. Da ist vor allem zu Beginn Unterstützung z.B. beim Schreiben eines sauberen Drehbuchs wichtig, damit die Praktikanten in die richtige Richtung loslaufen und Frust von Nacharbeiten vermieden wird. Auch sollte man sich regelmäßig den Fortschritt reporten lassen. Um Zeit zu sparen, empfiehlt sich zudem vor dem Drehstart ein "Storyboard" aufzubauen, in dem jede Szene mit einem Bild vorskizziert und mit Kernaussagen versehen wird. Schon Walt Disney erkannte, dass er mit dieser Methode mindestens 30% Arbeitszeit an seinen Filmen einsparen konnte. Die Aufnahmen selbst müssen dann gar nicht allzu professionell aussehen; gerade pragmatische Videos mit echten Kollegen kommen oft persönlicher und besser an als politisch überkorrekte, perfekt durchgeplante Videos mit Schauspielern.

Das abschließende Schneiden der Videos darf zeitlich nicht unterschätzt werden, oftmals benötigt es >50% der gesamten Arbeitszeit am Video (inkl. langer Wartezeiten auf die Software beim erstellen des finalen Videos). Ich verwende hier gerne die kostenlosen und relativ intuitiven Anwendungen DaVinci Resolve (sehr gut in der Nachbearbeitung, benötigt aber ordentlich Rechenleistung) oder Shotcut (wenn ich keinen Hochleistungsrechner zur Verfügung habe).

Live-Training

Eine dritte eLearning-Methode ist das Live-Trainings, bei dem die möglicherweise auf der ganzen Welt verteilten Teilnehmer den Fachexperten live am Rechner sehen, ähnlich wie bei einer Videokonferenz.

Der größte Vorteil der Methode ist die Möglichkeit mit den Teilnehmern zu interagieren, z.B. Feedback, Meinungen und Erfahrungen einzuholen und live zu berücksichtigen, sowie auf konkrete Probleme oder Anwendung der Teilnehmer einzugehen. Dies macht das Training für Zuhörer deutlich interessanter und ermöglicht so als einzige mir bekannte Methode, klassische Ein- oder Mehrtagestrainings zu ersetzen. Dafür ist die Skalierbarkeit begrenzt, da selbst ein gespeichertes Video (Achtung: dies kann schnell >1 Gigabyte groß werden) des Trainings nicht mehr passend für neue Teilnehmer ist. Zudem geht so - ähnlich wie beim Ansehen eines aufgezeichneten Sportevents - schnell das Interesse der Zuschauer verloren. Daraus folgen höhere Kosten je Teilnehmer als bei den vorher genannten Methoden.

Live-Trainings sind vor allem für den Kompetenzaufbau geeignet und wenn es wichtig ist auf individuelle Themen der Teilnehmer einzugehen. Also beispielsweise wenn der Umgang mit Office 365, die Einführung von Lean im administrativen Bereich oder Führungsfähigkeiten für neue Schicht- und Abteilungsleiter geschult werden sollen. Diese Schulungen habe ich tatsächlich auch alle schon per Live-Training durchgeführt und die Teilnehmer waren stets überrascht, dass das digital möglich war. Grundsätzlich sind Trainings von 0,5 - 5 Tagen mit bis zu 50 Teilnehmern möglich, das beste Erfolgs-Aufwands-Verhältnis haben meiner Erfahrung nach jedoch Trainings von 1 - 2 Tagen und max. 15 Teilnehmern. Damit können Sie tatsächlich fast alle klassischen Trainings ersetzen.

Wenn Sie Live-Trainings einsetzen möchten, ist besonders wichtig, dass der Trainer Erfahrung in dieser Art von Training hat. Neben den technischen sind es vor allem sozialdynamische,  motivationale und digitalmethodische Herausforderungen, die für ein erfolgreiches Training gekonnt bewältigt werden müssen. Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihre Trainer mithilfe eines Train-the-digital-Trainer-Programms fit zu machen.

Neben den im letzten Kapitel genannten allgemeinen Tricks für gute eLearnings gibt es noch ein paar spezielle Kniffe, die ein Live-Training besonders machen:

  • Verwenden Sie so viele Interaktionen wie möglich! Ein leicht zu erlernendes Tool hierzu ist Kahoot!, ein interaktives live-Quiz, bei dem die Teilnehmer auf vorgegebene Fragen auf eine von vier Antwortmöglichkeiten tippen und nach Richtigkeit und Geschwindigkeit der Auswahl um den Sieg kämpfen. Bei einem Preis für den Sieger können Spaß und Motivation für alle nochmal verbessert werden. Ein weiteres Tool ist Mentimeter, ein Umfragetool, bei dem die Antworten aller Teilnehmer auf vorgegebene oder spontan eingesteuerte Fragen live und für alle sichtbar visualisiert werden. Das Kreativtool ConceptBoard habe ich hier schon vorgestellt.

  • Geben Sie dem Trainer einen Co-Trainer! Dieser kann dem Haupttrainer parallel anfallende Aufgaben oder Herausforderungen abnehmen, damit er bei den Teilnehmern bleiben kann. Solche Herausforderungen sind z.B. die Lösung technischer Probleme mit einzelnen Teilnehmern, die Vorbereitung oder spontane Anpassung von Vorlagen, Quizzen, Umfragen oder Folien, sowie die Moderation von einzelnen Gruppen oder der Chat-Rückmeldungen bei vielen Teilnehmern.

  • Kombinieren Sie online und offline! Es ist anstrengend, stundenlang auf den Bildschirm zu sehen. Daher sind Pausen (mindestens stündlich 10 Minuten) noch wichtiger als in klassischen Trainings oder bei Workshops. Diese können dann je nach individueller Präferenz entweder frei in der "echten" Welt oder als "virtuelle Kaffeepause" verwendet werden, in der über alles außer die Arbeit gesprochen werden darf. Digitale Tage sollten nicht zu lange sein (max. 6 Stunden); teilen Sie ein Training lieber in mehrere z.B. wöchentliche Module auf. Dazu sollten digitale Interaktionen immer wieder mit Elementen kombiniert werden, die nicht am PC stattfinden ("Blended Learning"). Teilnehmer können beispielsweise Brainstormings, Designs oder Recherchen auch auf einem Stück Papier notieren und später einscannen.

  • Seien Sie so konzise wie möglich! Um Verwirrungen der Teilnehmer zur Organisation zu vermeiden, sollten Sie im Vorfeld mögliche Vorbereitungsaufgaben, Hard- und Softwareerfordernisse, sowie eine Agenda inkl. Start-, Pausen- und Endzeiten versenden. Blocken Sie den Kalender der Teilnehmer rechtzeitig, erinnern Sie sie eine Woche vorher erneut per E-Mail und planen Sie eine obligatorische Frage-Videokonferenz ein paar Tage vor dem Training. Wenn Sie während dem Live-Training selbst Gruppen- oder Einzelaufgaben verteilen, sollten Sie klare Anweisung inkl. einem schematischen Beispielergebnis schriftlich zur Verfügung stellen. Wenn Sie denken, dass das alles jetzt 100% klar sein sollte, erklären Sie es nochmal, damit keine Verwirrungen, sondern die gewünschten Ergebnisse herauskommen.

Bleibt noch die Frage nach der Software. Grundsätzlich würde ich hier Zoom verwenden, wenn Sie viel in Kleingruppen arbeiten und Microsoft Teams nutzen, wenn Sie gemeinsam genutzte Dokumente verwenden. Beide habe ich hier bereits ausführlicher beschrieben. Microsoft Teams bietet zudem noch die Option des "Live-Events", bei der die Teilnehmer in der direkten Interaktion gegenüber dem Trainer eingeschränkt sind, was gerade bei vielen Teilnehmern sinnvoll ist.Wenn Sie es interaktiver mögen, bietet Adobe Connect eine Lernplattform mit sehr intuitiv erstellbaren virtuellen Räumen mit verschiedenen wechselbaren Designs und Elementen wie beispielsweise Chats, Fragen & Antworten, Breakouts und visueller Zusammenarbeit. Einen detaillierten Test finden Sie hier

Generelle eLearning-Tipps

Egal welche digitalen Weiterbildungsmethoden Sie einsetzen wollen, kann ich Ihnen nur wärmstens ein paar Tipps ans Herz legen:

  • Lernen findet nicht nur vor dem PC statt. Entwickeln Sie für den Teilnehmer eine "Learning Journey" und kombinieren Sie eLearnings mit Vorbereitungsaufgaben (z.B. ein Brainstorming zu dem Thema, die Suche nach einem begleitenden, persönlichen Anwendungsfall oder das Lesen bestimmter Literatur), begleitenden Offline-Übungen (z.B. Gruppenarbeiten oder Interviews mit vor Ort sitzenden Kollegen, Rapid Prototyping oder eine iterative Anwendung des Gelernten auf den selbstgewählten Fall) und anschließenden Transferaufgaben (z.B. Vergleich der Methodik mit anderen, Reflexion der erlernten Kompetenzen oder Follow-ups idR. 3 Monate nach dem Training).

  • Interaktivität hört nicht beim Training auf. Schaffen Sie auf das Thema bezogene Frage- und auf die Methode bezogene Feedback-Kanäle. Aufkommende Fragen sollten individuell und innerhalb weniger Tage beantwortet und anschließend gemeinsam mit der Frage in einer Häufige-Fragen-Rubrik (FAQ) zentral und anonym veröffentlicht werden. Das Feedback sollte zur kontinuierlichen Verbesserung (KVP) der Methodik regelmäßig eingezogen und gegenüber den Erstellern stets wertgeschätzt werden. Eine Zusammenarbeit mit dem internen Wissensmanagement kann in beiden Fällen sehr hilfreich sein, wenn z.B. alle (aufgezeichneten) eLearnings auf einer zentralen Toolbox strukturiert zur Verfügung gestellt werden sollen.

  • Theorie ist das Eine, Umsetzung das Andere. So praktisch das eLearning auch ist, die Umsetzung, und damit der Return des Trainings, wirft immer neue Probleme auf. Stellen Sie deswegen den Teilnehmern Experten zur Seite, auf die sie bei Bedarf und Fragen zurückkommen können. Das können Experten am Standort (Key User) oder noch besser Umsetzungsbegleiter (Coaches) sein, die beim Finden des richtigen Weges unterstützen statt diesen nur aufzuzeigen und somit die Nachhaltigkeit der erworbenen Fähigkeit erhöhen. auch der Trainer kann eine dieser Rollen übernehmen, wenn er hierzu Erfahrungen und Kapazität mitbringt.

Wenn Sie Fragen haben; ich habe all diese Methoden selbst bereits bei Kunden eingeführt und gebe Ihnen gerne Anregungen für die Umsetzung in Ihrem Unternehmen. Viel Erfolg!

Kontakt

  • Xing
  • Linkedin
  • Schwarz Instagram Icon
  • Schwarz Twitter Icon
  • Ohne-Knnoten